Armut und globaler Kapitalismus

1. Juni 2024

Armut bezeichnet den Zustand, in dem Menschen nicht über die notwendigen Mittel verfügen, um ihre grundlegenden Bedürfnisse wie Nahrung, Kleidung, Unterkunft und Bildung zu decken. In den letzten Jahrzehnten hat der globale Kapitalismus eine bedeutende Rolle bei der Reduzierung der weltweiten Armut gespielt.

Rückgang der Armut

Seit den 1980er Jahren ist die weltweite Armut erheblich gesunken. Insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern hat der wirtschaftliche Aufstieg Millionen von Menschen aus der extremen Armut befreit. Dies wird durch mehrere Schlüsselindikatoren belegt:

  • Extreme Armut: Der Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben (definiert als weniger als 1,90 USD pro Tag), ist laut Weltbank von etwa 44% im Jahr 1981 auf unter 10% im Jahr 2015 gesunken.
  • Einkommenswachstum: Länder wie China und Indien, die sich stark in die globale Wirtschaft integriert haben, verzeichnen ein signifikantes Einkommenswachstum. In China sind beispielsweise Hunderte Millionen Menschen in die Mittelschicht aufgestiegen.
  • Lebensstandards: Verbesserte Lebensstandards zeigen sich in einer höheren Lebenserwartung, besserem Zugang zu Bildung und Gesundheitsdiensten sowie in einer allgemein besseren Lebensqualität.

Faktoren des Rückgangs der Armut durch Globalen Kapitalismus

  • Freier Handel: Der Abbau von Handelsbarrieren und die Integration in die Weltwirtschaft haben es vielen Ländern ermöglicht, ihre Produkte auf globalen Märkten zu verkaufen, Investitionen anzuziehen und Arbeitsplätze zu schaffen.
  • Technologischer Fortschritt: Technologische Innovationen haben die Produktivität gesteigert und neue Industrien geschaffen. Dies hat nicht nur das Wirtschaftswachstum gefördert, sondern auch den Zugang zu Informationen und Dienstleistungen verbessert.
  • Direktinvestitionen: Ausländische Direktinvestitionen haben zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zum Transfer von Know-how und Technologien beigetragen. Dies hat die industrielle Entwicklung und die Modernisierung vieler Volkswirtschaften unterstützt.
  • Bildung und Qualifikation: Der Zugang zu Bildung hat sich weltweit verbessert, was die Qualifikationen der Arbeitskräfte erhöht und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessert hat.

Diese Entwicklungen haben das Wirtschaftswachstum und den Lebensstandard in vielen Teilen der Welt verbessert. Dennoch bleiben Herausforderungen wie Chancenungleichheit und Umweltbelastungen bestehen, die angegangen werden müssen, um nachhaltigen und inklusiven Wohlstand auf der ganzen Welt zu sichern.

Autor: Juri vom Endt

Inhaber der Kreativagentur endt media. Unternehmer mit Leidenschaft für Marketing & Politik